Der VLWN schließt sich der deutlichen Kritik des dbb niedersachsen an den Plänen der Landesregierung zur Alimentation an. Geplant sind:
- Der Familienzuschlag der Stufe 1 wird in die Grundgehaltstabellen einbezogen.
- Die Sonderzahlung steigt auf 1.200 Euro.
- Die Grundgehälter werden zusätzlich um 0,5 Prozent erhöht.
Nach Einschätzung des VLWN genügt das nicht, um die strukturellen Probleme der niedersächsischen Besoldung zu lösen.
Sonderzahlung mit Lücken
Besonders kritisch sieht der Verband die Ausgestaltung der Sonderzahlung: Eine zusätzliche Verbesserung erhalten nur die Besoldungsgruppen ab A 9. Die unteren Gruppen liegen bereits nach der bisherigen Regelung auf diesem Niveau und gehen leer aus – ausgerechnet viele Beschäftigte mit niedrigeren Einkommen.
Wettbewerb um Lehrkräfte
Für die Schulen ist eine konkurrenzfähige Besoldung zentral, denn Niedersachsen wirbt mit anderen Ländern um qualifizierte Lehrkräfte und Nachwuchs. Während andere Länder teils deutlich stärker nachsteuern, droht Niedersachsen weiter zurückzufallen – mit der Folge, dass sich der Fachkräftemangel verschärft. Alexander Zimbehl, Landesvorsitzender des dbb niedersachsen, formuliert es so: „Wir brauchen keine kosmetischen Korrekturen, sondern eine strukturelle und dauerhaft tragfähige Lösung.“
Der VLWN fordert deshalb Nachbesserungen im Gesetzgebungsverfahren: eine spürbare, tabellenwirksame Verbesserung für alle Besoldungsgruppen, die Leistung und Verantwortung anerkennt und Niedersachsen im bundesweiten Wettbewerb wieder konkurrenzfähig macht.
Grundlage: Beitrag vom 2. September 2026 auf vlwn.de (Stand: Oktober 2026)





